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06.03.2018

Stango – Musik kommt aus tiefstem Herzen

British Ncube stammt aus Simbabwe und wuchs im SOS-Kinderdorf Bulawayo auf, einem der drei SOS-Kinderdörfer in Simbabwe. Er ist Musiker mit dem Künstlernamen Stango.

Stango – Musik kommt aus tiefstem Herzen

"Im SOS-Kinderdorf war alles da, auch Instrumente. Man konnte immer selbst entscheiden: Wenn man etwas wirklich wollte, konnte man es machen!" Stango

Simbabwe

Stango – Musik kommt aus tiefstem Herzen!

 

British Ncube stammt aus Simbabwe und wuchs im SOS-Kinderdorf Bulawayo auf, einem der drei SOS-Kinderdörfer in Simbabwe. Er ist Musiker mit dem Künstlernamen Stango.

2017 waren er und seine Band (Stango & Nongoma) auf einer Performance-Tour in der Slowakei, Österreich und Deutschland unterwegs. Während dieser Tournee wird Stango auch in die Hermann Gmeiner Akademie in Innsbruck eingeladen, um dort seine Geschichte zu erzählen.

Über die Bedeutung der Geburtsurkunde für ein Kind:
Als kleines Kind bekam er den Spitznamen "Brite", weil er einen helleren Teint hatte, als alle anderen Kinder um ihn herum. Als seine Eltern starben, kam er ins SOS-Kinderdorf.  Bis zu diesem Zeitpunkt war er nicht zur Schule gegangen und es musste auch erst eine Geburtsurkunde besorgt werden. Für diese Urkunde kannte er keinen anderen Namen als den, mit dem er gerufen wurde: „Brite“.

Aus der Freude, sein eigenes Bett zu haben:
Bevor er in das SOS-Kinderdorf kam, teilte er sich mit seinen Geschwistern ein Zimmer und ein Bett. Im SOS-Haus zeigte ihm seine SOS-Mutter ein Bett und eine Garderobe und sagte: Das ist für dich. Und er fragte: Für mich allein? Ja, für dich allein, hat seine SOS-Mutter geantwortet. Meine Freude war groß, sagt Stango. Auch seine drei Geschwister hatten denselben freudigen Empfang.

Zur Bedeutung  von Beziehung:
Er liebt seine SOS-Mutter und hat mit ihr bis heute eine gute Beziehung. Auf die wichtigsten Eigenschaften seiner SOS-Mutter angesprochen, sagt Stango: Sie hat ein großes Herz und eine Engelsgeduld. Als Stango zu ihr ins Haus kam, hatte er keine Ahnung von der Schule, keine Ahnung vom Alphabet und den Zahlen. So übte seine SOS-Kinderdorf-Mutter mit ihm. Jeden Tag, nach der Schule, lehrte sie ihn Buchstaben, Worte, Zahlen. Sie verlor nie die Beherrschung oder Geduld.

Herausfordernde Zeiten:
SOS-Kinderdorf beharrte trotz seines Enthusiasmus und seines Talents für Musik auf einer soliden Berufsausbildung. Es wurde viel mit ihm diskutiert, aber schlussendlich stand er vor der schwierigen Entscheidung zwischen einer bezahlten klassischen Ausbildung oder den unsicheren Weg in die Musik, die nicht finanziert wurde. Er folgte dem Ruf seines Herzens und entschied sich für die Musik.

Träume werden wahr:
Das Gedicht, das Stango noch im SOS-Kinderdorf komponiert hat, wird zum Eckpfeiler seines heutigen Erfolges. Es geht darin um Träume, Motivation, Selbstvertrauen und Vertrauen in das Leben und ist der erste Song auf seinem ersten Musikalbum „Thatha“. Träume sind auch das Hauptthema seiner Musiktour durch Österreich und Deutschland und für seine Ehefrau und Bandpartnerin Nongoma sind durch Stango ihre eigenen Träume wahr geworden. Er brachte ihr bei, die Mbira (Anm.: kleines Daumenklavier) zu spielen und heute ist sie mit ihm auf Tournee und hat mit ihm das erste Album produziert. "Mit unserem sechsjährigen Sohn sind wir eine glückliche Familie", sagt Nongoma. Außerdem profitiert sie von dem, was sie "seine SOS-Kultur" nennt und was sie so in ihrer eigenen biologischen Familie nicht erlebt hat. Diese Kultur besteht aus "starker Eigenmotivation, einer bestimmten Geisteshaltung im Leben und der Solidarität untereinander". Auch Stango selbst sieht seine Zukunft positiv. Er kann von seiner Musik leben, ist glücklich, selbstversorgend und unabhängig.

 

In diesem Video erzählt Stango noch mehr aus seinem Leben: www.sos-kinderdorf.at/stango

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